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Nährstoffmangel

Orthomolekularmedizin

Nährstoffmangel als Ausnahmeerscheinung?

Wieso kann in einer Wohlstandsgesellschaft ein Mangel bestehen?
Eher würde man Mangel in armen Ländern vermuten. Aber eine Menge an Nahrungsmitteln bedeutet nicht gleichzeitig auch Qualität und Vielfalt an biologisch wichtigen Inhaltsstoffen. Zu einer Knappheit an Vitaminen und Spurenelementen kommt es unter anderem auch aus folgenden Gründen:
 
Die Ernährung wird zu oft von Weißmehlprodukten, viel Zucker, zuviel Fett und Eiweiß beherrscht. Durch ungünstige Zubereitung von Nahrungsmitteln (langes Kochen oder Warmhalten und langes Lagern) gehen zusätzlich wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Radikale Schlankheitskuren und häufiger Abführmittel-Gebrauch erzeugen fast automatisch ein Defizit.
 
Die Umweltbelastungen sind gestiegen. Chemikalien in Luft und Nahrungsmitteln belasten den Organismus stärker.
 
Die Landwirtschaft arbeitet mit Düngemitteln, um die Erträge zu steigern. Düngefehler beeinflussen die Mineralstoffaufnahme der Pflanzen. Nicht im Dünger enthaltene Spurenelemente gelangen nicht mehr in die Nahrungskette. Die Böden sind zunehmend ausgelaugt.

Ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen besteht bei Sportlern, Menschen mit intensiver Muskelarbeit und bei häufigem Schwitzen. Sportler und Saunabesucher verlieren mit dem Schweiß nicht nur Kochsalz, sondern auch wichtige Spurenelemente. So konnte als Ursache für sportlichen Leistungsabfall der erhebliche Verlust des Spurenelements Zink durch Schwitzen nachgewiesen werden. Dass in der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf besteht, ist allgemein bekannt.
Auch Rauchen und psychischer Stress führen zu erhöhtem Vitalstoffbedarf.
 


Wie äußert sich ein Mangel?
 
Knappheiten an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen führen häufig zu einer allgemein verminderten Leistungsfähigkeit des Körpers, wobei von Mensch zu Mensch die Beschwerden unterschiedlich ausfallen können.

Fühlen Sie sich schnell müde oder erschöpft? Sind Sie nervös?

Leiden Sie häufig an Erkältungen oder Infektionskrankheiten?

Haben Sie keinen Appetit, eine schlechte Wundheilung?

Auch Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Migräne, Muskelkrämpfe, Weichteilrheuma, brüchige Nägel, Haarausfall, niedriger Blutdruck, Zahn- und Zahnfleischprobleme können auf einen Vitalstoffmangel hinweisen.


Nährstoffmangel als Ausnahmeerscheinung?

Die „nationale Verzehr-Studie“ der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat mit erheblichem Aufwand über einen längeren Zeitraum die tatsächliche Versorgung gemessen. Dabei zeigte sich selbst für die am besten versorgte Bevölkerungsgruppe der 19 bis 35-Jährigen häufige Knappheiten – genau in Prozent wieviele Personen unterhalb der Zufuhr-Empfehlung der DGE liegen:

19- bis 35-Jährige Männer Frauen
Vitamin A 50 46
Vitamin D 68 82
Vitamin E 32 52
Vitamin B1 (Thiamin) 45 61
Vitamin B2 (Riboflavin) 59 71
Vitamin B6 53 76
Vitamin B12 31 66
Folsäure 97 99
Vitamin C 56 49
(Dabei rechnete die DGE z.B. für Vitamin C mit einer empfohlenen Tageszufuhr von 75 mg)